Sokrates‘ Versäumnis gegenüber den anderen: die philosophische Lebensweise als Selbstverhältnis

Wind: korreliert sind atem und raum/die bewegung im Raum, und dadurch das GANZE Leben
(vgl. Anmerkung zu Focaults Begriff der Submacht: die Argumente binden sich selbst an Wahrheit (Kant’s turn (Dinge nach unserer erkenntnis), ein 2. Mal (aber nur um uns von uns selbst zu lösen, also wg. Objektivität, allerdings: ist der 3. Idee Kants zu ähnlich))

Wovon gehst du die ganze zeit aus? -wie kann bewegung hergestellt werden.

Bewegung gibt es aber nur im Raum.
Der logische Raum.

Es gibt ja unterschiedliche Arten des Atmens/des Windes.
= Von Begründungen (als metaphilosophie) (Arendt)

Früher:
Wie bewegt sich Kant? (actively concentrate on your breath)
Wie bewegt sich Hegel? (you do not have to concentrate on your breath (for it you do then you do not))
Levinas (Philosophie der Gaskammer?, nein, zu stark: Atmen (Exzess) (All/Ganzes) ist gefährlich, früherer Eindruck: Levinas bewegt sich nicht, er ist ein Ort)
Der atem (das begründen) bedingt die Bewegung.

Arendt: Atmen = Tätig-Sein?


Woher kommt diese anfängliche Begeisterung in einer Institution?
Woher kommt die Begeisterung, wenn man frisch in eine Institution einsteigt? – Begeisterung (Platon, Federlese Text Phaidon)
Diese Begeisterung, die Freude und der Schwung zur Veränderung.

-weil man an etwas teilnimmt und du dich austauschen kannst (healing communication), Überwindung der Einsamkeit

(Vielleicht ist es nicht die Begründung, die leben schenkt, sondern die Kommunikation. [Eine Fliege hat sich gerade auf mein Bein gesetzt.] Philosophie – Boethius Trost – Die Selbst-Kommunikation, das Selbst-Gespräch soll ermöglicht werden, und ein Selbst-Verhältnis, also p -> p, ist nur möglich, wenn man den regress der hinreichenden bedingungen „handeln“ (engl.) kann.
Du nimmst also teil an dir selbst, ein Trost, ein Surrogat/ein Ersatz? Vielleicht. Deswegen galt Sokrates als gefährlich, weil er, als Philosoph, über etwas verfügte, über das die anderen nicht verfügten: die anderen mussten immer teilnehmen an Jobs, öffentlichen Versammlungen, Universität, Ausbildung, Nachbar… .
Sokrates dagegen braucht das nicht. Zudem schien er immer mehr Menschen von seiner Lebensweise zu überzeugen.
Es ist, so könnte man auch sagen, nur ein Versäumnis von Sokrates: nämlich dass er die philosophische Lebensweise des Selbstverhältnisses den Leuten nicht dargelegt hat.
So, sind alle nämlich abhängig von den Institutionen, wo sie dran teilnehmen, und das heißt von der Macht (der Geschäftsführer, der Minister, …) (auch von der Institution der Medien).

„- weil man an etwas teilnimmt und du dich austauschen kannst“
Viellecht: auch: weil man da ist, auch: weil man existiert, besser: weil man just an diesem Ort und dieser Zeit existiert (Sartre)
Das mit dem Austausch ist schon etwas psychologisch gefärbt, gehört aber dazu, aber ist vielleicht nur eine Folgeerscheinung, ist nur abgeleitet.
Nicht: dass man existiert, sondern, daß man hier und jetzt, also so, auf diese Weise, existiert, vielleicht auch, daß man nicht allein existiert. („Ein himmlischer Teufel“ mit Roberto Benigni: ‚Schaut euch doch nur alle an, was für wundervolle Menschen…‘
(was ist mit Krankheit?)

„-weil man da ist, so ist“
Dann kannst du aber auch sagen, daß du teilnimmst.
-Woran?

– Am Medium des Lebens, vgl. die Vorsokratiker, Erde (Keith Haring (Striche um die Figuren deuten Kausal- und Zeitverhältnisse an (wie in einem Cartoon) (nicht mehr nichts)), Peirce’s Semiologie (alles Zeichen, Medium des Zeichens (Haring)), Teilnahme am Oikos.
Du freust dich also, weil du teilnimmst am Medium des Lebens.
(‚Ich möchte so viel Luft trinken wie es nur geht.‘, möchte so viel Leben in mich einsaugen, wie es nur geht/wie möglich)

Allerdings: alles (das Leben) will immer nur mehr von sich selbst: es ist auch gut, Grenzen zu kennen/seine Grenzen zu kennen (um nicht zu sterben (um die gefahren zu kennen)), auch: um nicht übergriffig zu werden) (Kant, Grenzen)
Zu viel Luft/Leben auf einmal kann tödlich sein.
Zu viel (Leben für die) Arbeit, Bruttosozialprodukt, Commerz, zu viel von einem (Prinzip) (Monokultur) wird tödlich für alle (Totalitäre Kulturen: Nazitum, Religion, Weltverbesserungsideologien (Popper)).

(Kant: Du nimmst immer schon teil, du bist schon drin, weil du es immer schon anwendest)

5 Kommentare zu „Sokrates‘ Versäumnis gegenüber den anderen: die philosophische Lebensweise als Selbstverhältnis

  1. Zu:
    „Es gibt ja unterschiedliche Arten des Atmens/des Windes.“
    Das Fallen einer Menge in eine andere – das kann durch die Wetterbedingungen, hier durch den Wind, unterschiedlich ausfallen:
    Der Wind kann z. B. das Fallen so beeinflussen, dass z. B. eine Menge B als echte Teilmenge in eine andere Menge A fällt oder aber dass die Menge B nur so halb auf der anderen Menge A landet wie etwa im Falle der Schnittmenge (vgl. dazu das Phänomen des Verstehens einer anderen Person oder das Phänomen der Intentionalität oder das der Konzentration), zu den Erklärungen zu echter Teilmenge und Schnittmenge siehe den Wikipedia-Eintrag „Mengenlehre“.

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  2. So ein Fall einer Menge in eine andere, da gibt es schon einen gewissen Luftwiderstand, vgl. Kants Taube.
    In diesem Luftwiderstand wird doch, wie bei einem, der sportlich von einer Klippe mehrere Saltos ins Wasser schlägt, ein Selbstverhältnis hergestellt (das Fallen selbst, dass Identität erzeugt).
    Aber so ein Fall einer Menge in eine andere wird natürlich auch von solchen Naturgesetzlichkeiten begleitet wie z. B. der Schwerkraft.

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  3. Die metaphorische Redeweise, etwa beim Fallen einer Menge in eine andere, die Poesie und Dichtung in der Logik wirst du nicht los.
    (Eine Einheitswissenschaft?, wie die Einheit der Künste in der Romantik oder im Wiener Kreis, als Abhilfe?)

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  4. Levinas habe ich eher so als Anti-Kant im Sinn:
    Umkehr des kantischen Ansatzes:
    das faktische Statement muss die Möglichkeit, das mögliche statement, immer begleiten.

    Das faktische statement ist dann Wahrheit.

    Exzess:
    Wie willst du das Sein, das faktische statement, denn von einer höheren Bedingung abhängig machen?
    – das kann nur unter irgendeiner Gewaltsituation erfolgen.

    Du reißt gewissermaßen etwas aus dem Sein heraus und willst das übrige davon abhängig machen.

    Der Exzess quasi als das die Ordnung, die Logik ((nicht?) die Gewohnheit), überwindende Chaos?
    Aber kannst du denn von dieser Perspektive aus auf die Ordnung schauen? Du bist doch involviert.

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