Pre – Einfache Philosophie mittels Formaler Erkenntnistheorie – Irrationalismus

Von Kant ausgehend: Ästhetik kann so bleiben, aber Begriff ist zu partikularisieren, Begriff (vormals Logik) darf nur auf einen Fall beziehbar sein.
Denn beim Irrationalismus ist, im Gegensatz zum Rationalismus, alles nicht mehr wiederholbar und erklärbar

Explikation des obigen, vielleicht a la Heidegger?:
Bevor etwas erfüllt wird (bevor etwas wahr ist und damit in der Welt ist) muss doch erst mal etwas in der Welt SEIN. Und das bist du mit deiner Äußerung. 
Daher kannst im Grunde nur du selbst in Deinen Äußerungen die Aussage wahr machen, d.h. du machst die Aussage/eigentlich: die Äußerung durch deinen Vollzug (der Aussage in Form der Äußerung) wahr.

Wenn der Begriff nur auf einen Fall beziehbar sein soll, dann kann dies nur immer nur der Fall der Anwendung des Begriffs sein. Der Begriff löst sich auf, es gibt keinen Begriff mehr. Nur das aktuell gesprochene Wort zählt (wie bei Jesus).
Ausgehend von Kants Apperzeption und dem ‚Ich denke‘, dass alle meine Vorstellung begleiten können muss:
Man kann eine Behauptung nicht individuieren, ohne selbst eine Behauptung zu machen (=das ‚Ich denke‘ muss alle meine Vorstellungen begleiten können). Z. B.:

Eine Behauptung ist eine ernstgemeinte Äußerung.

Aber:

‚Eine Behauptung ist eine ernstgemeinte Äußerung.‘ ist eine Behauptung.
(Anders formuliert: Dass eine Behauptung eine ernstgemeinte Äußerung sei, ist eine Behauptung. Oder:
Es ist eine Behauptung, dass eine Behauptung eine ernstgemeinte Äußerung sei.)

Aber:

“Eine Behauptung ist eine ernstgemeinte Äußerung.‘ ist eine Behauptung.“ ist eine Behauptung.

(Anders formuliert: Dass eine Behauptung sei, eine Behauptung sei eine ernstgemeinte Äußerung, ist eine Behauptung.
Oder: Es ist eine Behauptung, dass eine Behauptung sei, eine Behauptung sei eine ernstgemeinte Äußerung.)

(Bitte im Hinterkopf behalten: Im philosophischen liest sich das Wort ‚Behauptung‘ immer wie das Wort ‚Aussage‘ im Sinne von ‚eine Aussage machen‘.
(Stell dir dagegen eine Situation im Alltag vor, in der jemand sagt, dass eine bestimmte Person etwas behauptet hat. Sofort würdest du an der Wahrheit des Gesagten und an Glaubhaftigkeit dieser Person zweifeln. – Das heißt, das Explizitmachen einer Praxis wie der des Behauptens wird immer von etwas, hier dem Zweifel, begleitet. Nicht ohne Grund: Stell dir vor, jemand machte das gesamte Leben einer oder mehrerer anderer Person öffentlich, sogar die Gedanken- und Gefühlswelt – welche Begleitung würden diese Personen finden? (-Gerüchteverbreiter?, Zersetzer im Stasi-Sinn?/Scientology, vgl. Jürgen Fuchs: Poesie und Zersetzung: erste Vorlesung in der Reihe „Literatur zur Beförderung der Humanität“, gehalten am 16. Juni 1993 im Hörsaal 24 der Friedrich-Schiller-Universität; verfügbar u. a. in der Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen))

Wenn man nun nicht wie Kant in der Möglichkeit die Wahrheit sucht, sondern in der Wirklichkeit, dann wird die (im Begründungsregress in endlose Teile zerstückelte) Behauptung stets von ihrer Vervollständigung begleitet.
Aber diese Vervollständigung ist immer nur auf die tatsächliche Behauptung bzw. auf ihren Vollzug vollzogen.
Das Ende der Begründungskette, Wahrheit und damit die mit der Behauptung ausgedrückte Tatsache, das Sein, ist an den tatsächlichen Vollzug der Behauptung gebunden.

everything / alle propositions: non-repeatable, non-explainable, keine Identität mehr, die Zeit hat die Oberhand (nicht mehr der Inhalt) 

Irrationalismus oder Stirner? 
-ismus: Identität: muss mit sich selbst gleich sein. – Ja, ist doch auch: Ist immer führergebunden, nein: personengebunden, es gibt ja keinen wiederholbaren Inhalt mehr, alles ist gebunden an das gesprochene Wort.
Stirner: fuck off, kein -ismus

Auch: Befindlichkeit ist bedingung für philosophische Wahrheitssuche (auch Befindlichkeit bei Krankheit und Genesung).

So, und was ist (bei diesem Zugang) das Äquivalent zum Quantum-Logos?
-Wenn du das wieder vertauschst, erhältst du:
Das Erfüllt-Werden durch die Person ist immer schon da. 
Die Person / Zeit ist immer schon da. Ontik: Zeit wird ein Ding. 

Warum soll dieser Zugang denn ein irrationalistischer Zugang sein? 
-Rationalismus ist an Struktur orientiert, depersonalisiert

Analog zu ‚Wahrheit wird für dich hergestellt‘ (Vertauschungsschluss ist ja auch Schluss): Das Erfülltwerden durch die Person ist immer schon da. – Wie in einem Film (vgl. auch Haring).
Oder vgl. heutiges Paradigma der persönlichen Identität in Begriffen der Schauspielerei. – Irrationalismus – Gefühle und Gefühl-zeigen/Schauspieler

Person – runterbrechen auf Sinne = Befindlichkeit/Gemütsstimmung
Kant: Vorsicht mit dem vorschnellen Ontologisieren. 

(logische Zugriffe sind die menschlichen Sinne oder repräsentieren einen menschlichen Zugang zur realität, Quantum liegt ihnen zugrunde, 
Siehe oben: Das Erfüllt-Werden durch die Person ist immer schon da. (Oder noch besser: Setz den letzten Satz in Anführungszeichen (na, da hast du deine selbstreferentialität!))

Aussagen werden erfüllt durch Person/Befindlichkeit/Existenz! 
Nun gibt es aber mehr als 1 Existenz. wichtiger: Vereinzelung! 
Gott hat ja dem Menschen seine gegeben. Das macht aus ihm eine 1, eine Einheit

1 Existenz 
Was ist nun, wenn jemand sagt A. 
Und ein anderer sagt Non-A. 
Beide wahr? wegen Erfüllung durch Existenz? 
Heidegger-Nazi: Sich-Durchsetzen gegen andere bedeutet dann, die andere Existenz zu vernichten
Vgl. (1) Existenz – Wertes Leben

Sich-durchsetzen:
Vgl. auch über- und unterordnen, keine Gleichrangigkeit
Angst vor Unterordnung
Dagegen (Opposition von Irrationalismus und rationalem (oder identischem) Zugang): Sprich die Sinne und die Sinneswahrnehmung an und mache einen Scherz. 
Damit wird eine Verbindung (der Gleichrangigkeit) geschaffen. 
(Haben Sie das gehört? (bei einem besonderen Geräusch)) 

Äquivalent zu Quantum: Das Erfüllt-Sein ist schon da. (irrational, Person) 
Das Werden ist schon da. 
_ _ _ _ _ – ein unterstrich steht für das Werden, das schon da ist
VERSUS:
Der Fluss ist schon da. (rational, depersonal)

Das, was sich dem Denken verschließt, was nicht zugänglich IST (unknown unknown) – irrationalistisches quantum, siehe oben

VERSUS? – Das Gegeneinander – das Vereinnahmen
Kann auch nichts weiter als die Hartmannsche Schichtenbildung sein. Nein, eigentlich meinte ich: wie kann ich die bedingungen dafür schaffen, dass du leben erzeugst. 
Biologie: lässt sich auch beides miteinander vereinbaren, leben/Austausch findet in den Zellen statt

Woher kommt die Dominanz des Irrationalen/ der Es-gibt-Nur-Unter-oder-Überordnungs-Haltung (durchsetzen-vernichten)? 

-durch Anwesenheit/Existenz des Körpers, sog. Leiblichkeit
Da ist jemand da neben mir. (Nicht mehr die Möglichkeit, sondern die Wirklichkeit zählt.) 

Sinne immer repeatable? 

-ja, wegen Orientierung an Identität
dagegen: was ist mit Heraklit, dem Auditiven?

zu vernichten: oder du kopierst, vgl. Aphex Twin Videos – Erziehung/Vorbild

Schopenhauer: musik schließt irrationales erfüllt-werden- ist-schon-da-Sein (_ _ _ _ _ _ _) auf wg. Rhythmus 
To be in line with rhythm
Vorstellung wie in einem Videospiel: triffst du den takt, dann erfüllung/(dann wirst du wer) 

10 Kommentare zu „Pre – Einfache Philosophie mittels Formaler Erkenntnistheorie – Irrationalismus

  1. Abhängigkeit von anderen Personen – schon ist Angst und Emotion mit im Spiel.
    Nun genauso verhält es sich mit dem sog. reasoning: Wenn du am Ende, nicht am Anfang des Argumentes, der logischen Funktion, stehst.
    Das irrationale Moment, also das, was nicht wiederholbar ist, die Zeit selbst, was sich logisch oder identitätsmäßig nicht fassen lässt, wo man keinen Halt findet, zeigt sich im Schluss von Konklusion auf Prämisse (anders herum hast du ja schon die Notwendigkeit des Schlusses, und damit die Logik). Wie ist also eine Logik, und das heißt auch: eine Metaphysik, möglich? Nur unter der Voraussetzung des, nein: eines Irrationalen.

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  2. Eine logische Anthropologie?

    Und welchen Aspekt des Menschen repräsentatiert dann Kant?
    – Na, vor allem die Fantasie.
    (Es ist ja nicht der tatsächliche Vollzug einer Sache, sondern nur die Vorstellung davon, die Wahrheit bedeutet.)

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  3. Das Nicht-unter-Kontrolle-Haben, das Nicht-im-Griff-Haben der Bedingungen/Prämissen gehört wesentlich zur Logik.

    Unterschied Heraklit zu Heidegger:
    auch ein Widerspruch oder etwas Widersprüchliches, wie bei Heraklit, ist noch bestimmbar.

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  4. Zu:
    „Das Werden ist schon da.“
    Vgl. die Fernsehserie „Star Trek – Das nächste Jahrhundert“ und die Figur des Data in
    Staffel 5, Folge 26: „Gefahr aus dem 19. Jahrhundert Teil 1“.
    Die Folge dürfte momentan auf Tele 5 noch verfügbar sein.

    Data ist in der Vergangenheit schon gestorben und er reist nun in die Vergangenheit.

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  5. Vielleicht ist ja der Übergang von
    „du machst die Aussage/eigentlich: die Äußerung durch deinen Vollzug (der Aussage in Form der Äußerung) wahr“
    zu
    „Äquivalent zum Quantum-Logos?
    […]
    Das Erfüllt-Werden durch die Person ist immer schon da.“
    (=“Das Werden ist schon da.“)
    die sog. Kehre Heideggers.

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  6. Vielleicht gehört auch die Philosophie, wie viele Institutionen, in die bekannte Geschichte des Ablösens vom Militaristischen,
    man vergleiche zum Beispiel Gadamers Worte, die er, meine ich, in Verbindung mit Aristoteles bringt, wenn er in einem Video-Beitrag, der übrigens auch auf YouTube zu sehen ist, zur Geschichte der Philosophie spricht (in einem der früheren Teile) und Prämissen mit einem Heer vergleicht und davon spricht, dass man seine Prämissen im Griff haben muss.

    In dieser Linie, also im Ablösen vom Militaristischem, kann auch Kant gesehen werden, da er ja auf einen Prämissen-Befehlshaber, also sozusagen eine erste (starke) Prämisse (den starken Mann, den Über-Menschen, den sog. Experten oder jemanden, der dir sagt, was du zu tun hast), verzichtet,
    oder besser:
    … da er ja auf einen Prämissen-Befehlshaber verzichten KANN – das, was rechtfertigt, existiert ja schließlich nur in der Möglichkeit bzw. in deiner Vorstellungskraft oder in deiner Fantasie:
    mit Bezug auf die Logik: wenn du dir vorstellen kannst, dass da eine Funktion herauskommen kann aus dieser oder jener begrifflichen Verbindung, dass also mit diesem oder jenen Ausdruck etwas bezeichnet oder bedeutet werden kann, dann dient allein diese Vorstellung als Rechtfertigung (oder eben als logische Meta-Behauptung oder Meta-Aussage, die die Gültigkeit dieser oder jenen begrifflichen Verbindung feststellt).
    (Nur die Möglichkeit rechtfertigt, nicht die Wirklichkeit.)

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  7. Aufschlussreich zu den Texten Heideggers finde ich einen Artikel in der FAZ von Jürgen Kaube vom 20.02.2014:
    „Martin Heideggers ‚Schwarze Hefte‘.
    Der Deutsche nur kann das Sein neu sagen“.

    Interessant (vielleicht als Warnung (an die Deutschen)) dort der Satz:
    „Wie sie [die Philosophie, CPB] zu wirken vermag.“

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  8. Zu meinem Kommentar am 15.08.2021 um 15:54 Uhr (Kehre-Kommentar):
    Wie kommst du überhaupt zum Quantum-Ding beim Irrationalismus, zur Heideggerschen Kehre?
    Na, vielleicht:
    … ausgehend vom Verhältnis eines mit-sich-selbst identischen Dinges und dem nur-im-Vollzug-Ding.
    Die Frage ist nicht mehr:
    Wie fällt ein Element in eine Menge? Oder: Wie gelangt das Argument in die Funktion?
    Sondern, anders rum:
    Nein, halt!
    Die Zeit hat doch die Oberhand, es gibt gar nicht mehr so etwas wie eine Menge, es gibt keine abstrakten Dinge mehr.
    Aber trotzdem:
    Vielleicht ist dann die Frage:
    Nicht: Wie gelangst du von der Logik zur Zeit?, sondern eben: wie gelangst du von der Zeit zur Logik?
    Denn sonst hast du keine Philosophie mehr hier, also keine Logik im Sinne einer Lehre.
    Daher musst du hier die sog. Kehre machen und das Werden voranstellen.
    (Man könnte also sagen: Die Kehre ist auch nötig, um die Selbstreferentialität der Konzeption zu wahren. Denn ohne Kehre hast du keine Position, keine Lehre mehr.)

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