In einem Gespräch mit G meets Making Philosophy simple means of Formal Epistemology/Einfache Philosophie mittels Formaler Erkenntnistheorie – Zugänglichkeit

‚Simple‘ oder ‚einfach‘ – was für ein starker Ausdruck. Besser ist ‚zugänglich‘. Worum es mir geht, ist nicht, einem Ideal der Einfachheit hinterher zu laufen oder dieses gar zu etablieren. Sondern Einfachheit ist nur ein Mittel, um die Philosophie zugänglicher zu machen.

‚Philosophie‘ – das sind ja immer oder oft so große, unzugängliche Gedanken oder gar ganze Gedankensysteme, die selbst den sog. Experten Kopfzerbrechen machen. Tatsächlich hörte ich einmal von einem Philosophieprofessor, dass man schon verrückt sein müsse, um Philosophie zu studieren. Oder ich erinnere mich an ein Buch über Donald Davidsons Bedeutungstheorie: im Vorwort heißt es, dass der Autor seiner Mutter für ihre Unterstützung danke, aber – und nun sinngemäß weiter -, diese sich sicher bis heute fragen würde, was es denn mit dem ganzen ? (Kram/Zeug/Theorien?) überhaupt auf sich hätte. Nach meiner Meinung ist es dem Autor leider nicht gelungen, sein Arbeitsgebiet, nämlich die Philosophie auf ein allgemeinverständliches Niveau runterzubrechen und dadurch die Zugänglichkeit derselben zu gewährleisten. Wenn man Philosophie auf eine solche Weise betreibt, wundert es mich nicht, wenn man die Philosophie aus dem Fächerkanon der Universitäten streicht.

(Oder ich erinnere mich an eine Studentin aus dem sozialwissenschaftlichen Bereich, die angesichts des Titels „Tractatus logico-philosophicus“ zu lachen anfing. Heute, mit etwas mehr Abstand zur akademischen Philosophie kann ich das nachvollziehen.)

Neulich, in einem Gespräch mit G meinte ich, dass Angela Merkel früher – das war glaube ich noch zu Zeiten, in denen sie als Ziehtochter Helmut Kohls galt – viel zugänglicher wirkte, jedenfalls auf älteren Fotos.

Über das Gespräch mit G kam ich auf die Zugänglichkeit und ihr Verhältnis zur Einfachheit. (Gegen Zugänglichkeit wirkt Einfachheit ja geradezu monolithisch, wie einer dieser sogenannten, in der Philosophie oft vorkommenden dicken Begriffen (hat vielleicht auch was mit einem inflationären Gebrauch zu tun, so taucht Einfachheit prominenterweise schon bei dem mittelalterlichen Philosophen Ockham auf).)

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