Warum werden Menschen mittels Folter auf Erwerbsarbeit getrimmt?

Warum werden Menschen mittels Folter auf Erwerbsarbeit getrimmt?

Warum foltert man Menschen, damit sie einer Erwerbsarbeit nachgehen? – das heißt, um zu erreichen, dass sie einer Erwerbsarbeit nachgehen?

Warum foltert man Erwerbslose?

Allerdings ist das nicht auf Erwerbslose beschränkt: Um an den Beitrag zur Job-Logik anzuknüpfen: Man foltert auch, damit Erwerbstätige immer mehr machen, bloß um der Folter zu entgehen.

Also auch: Um eine Art Sinn- und Abhängigkeitsverhältnis herzustellen: nämlich, dass gefoltert wird, wenn man VERMEINTLICH (siehe unten zum Sinn der Folter) zu wenig tut und dass man vermeintlich in Ruhe gelassen wird, wenn man brav gearbeitet hat, sich mit seinen Mitmenschen versteht, keine Kritik äußert, nicht in Streit mit anderen gerät und sauber und ordentlich sein Leben und natürlich seinen Haushalt führt (vgl. „Hannover sauber!“ – was ist das bloß für eine Öffentlichkeitspolitik? – Warum finde ich eigentlich so wenige Aufkleber oder Sticker an Ampeln oder sonstigen öffentlichen Gegenständen? – ist das hier eine Reinheits-Stadt? mit der Reinheit, dachte ich, sei es in Deutschland längst vorbei.)

Man bedenke allerdings: das Sinnverhältnis: also das gefoltert wird, wenn man irgendetwas getan oder unterlassen hat – das stellst du selbst her.

Schließlich legt man meist den Grund selbst fest, warum die und die Folter wohl gerade mutmaßlich stattgefunden hat/es ist nur ein Schluss deinerseits – und die Folterer werden dieses Sinnverhältnis, dass du dir zurechtbaust, auszunutzen wissen für weitere Folterungen, sei es physisch oder psychisch. Vielleicht gab oder gibt es also auch gar keinen Grund – man foltert einfach so, vielleicht auch nur gerade deshalb, um herauszufinden, welchen Grund man der Folter zuschreibt.

Das, also die Herstellung dieses Sinnverhältnisses in Bezug auf die Folter, ist natürlich ein geringer Trost – als wären die physischen und psychischen Schädigungen eine Art Erziehungsprogramm, quasi also mit dem Herstellen von Sinn und dem Suchen nach einem Grund aufzuhören. Aber sollte es tatsächlich um eine Art polizeiliches Erziehungsprogramm gehen, dann dürften wohl die folgenden Worte von Karl Raimund Popper aus seinem Buch „Die offene Gesellschaft und ihre Feinde“ gelten: „[…] der Versuch, den Himmel auf Erden einzurichten, erzeugt stets die Hölle.“ (Also runtergebrochen auf ein bestimmtes Niveau selbsternannter oder vielleicht auch geringfügig Beschäftigter bei sogenannten Sicherheitsfirmen: Das, was für den einen gut ist oder was der eine als gut empfindet, ist für den anderen mehr als schlecht. Oder, noch einfacher: Wir sind alle unterschiedlich.)

Man kann sich mit Kant auch fragen, ob die Arbeit für das Leben da ist oder umgekehrt, vgl. in der 1. Kritik den Abschnitt „Skeptische Vorstelllung …“ in der Antinomie.

Ist diese Folter vielleicht auch nur ein Hannover-spezifisches Phänomen?

Und das Problem mit den Widerworten und der Kritik, vor allem hier in der Bödekerstraße 33:

Der neue US-Präsident Biden legte in seiner Amtsantrittsrede 2021 besondere Betonung auf das englische Wort ‚unity‘, was so viel heißt wie ‚Einheit‘.

Einige, wenn nicht gar viele deutsche Medien haben fälschlicherweise das Wort ‚unity‘ mit dem deutschen Wort ‚Einigkeit‘ übersetzt.

Das Wort ‚Einigkeit‘ wird aber im Englischen mit dem Wort ‚agreement‘ wiedergegeben, das ist etwas anderes als das Wort ‚unity‘.

Darüber hinaus: Hätten sich die Übersetzer mit der Rede beschäftigt, dann wäre ihnen aufgefallen, dass Biden eben genau gegen Einigkeit ansprach und sagte, dass jede Uneinigkeit nicht Ursache oder Anlass zum totalen Krieg gebe. (Original: „Every disagreement doesn’t have to be a cause for total war.“)

An anderer Stelle wendet er sich an die, die ihn und sein Team nicht unterstützt haben und meint, dass sie ihm zuhören möchten und ihn an seinen Worten und seinen Absichten messen sollen. Und wenn sie dann immer noch nicht mit ihm übereinstimmen in seiner Meinung, na dann, so Biden, lass es halt so sein. Das ist eben Demokratie. Das ist Amerika. Das Recht friedvoll zu widersprechen, ist, so Biden, Amerikas größte Stärke. Und direkt im Anschluss sagt er: Hören Sie mich deutlich an: Uneinigkeit muss nicht zu Spaltung/Trennung führen. Im Original: „To all those who did not support us, let me say this: Hear me out as we move forward. Take a measure of me and my heart.
And if you still disagree, so be it.
That’s democracy. That’s America. The right to dissent peaceably, within the guardrails of our Republic, is perhaps our nation’s greatest strength.
Yet hear me clearly: Disagreement must not lead to disunion.“)

Warum wurde also im Deutschen das Wort ‚unity‘ mit ‚Einigkeit‘ übersetzt, wo Biden doch mehrfach beide Dinge, also das Wort ‚unity‘ (=Einheit) und ‚agreement‘ (=Einigkeit), voneinderander trennte? Ist es die vielbeschworene deutsche Ruhe? Das am besten keiner etwas sagt? Das erinnert ich an eine Demonstration von Querdenkern oder einem Umfeld, das den Querdenkern zugerechnet werden kann: Vor laufender Kamera sah man Demonstranten, einen Kameramann oder eine Kamerafrau der ARD mit Steinen bewerfen.

Und das hat auch seine Logik: Überlegen Sie einmal, warum offizielle Pressevertreter nicht willkommen sind bei Nazi-Demonstrationen? Warum möchte man die Berichterstattung verhindern seitens großer oder größerer Medienbetriebe? Allerdings muss man auch bedenken: Wer betitelt wen als Nazi und wer gilt bei wem als Nazi? (Auch Jobs in der Medienbranche sind nur Jobs, in Corona-Zeiten (mit einer ALG I-Sperre (also einer Berliner Mauer, was die sog. Berufs- und Bewegungsfreiheit angeht)), und diese sind von politischen Einflussnahmen im Rundfunkrat nicht unabhängig.)

Hier kommen wir wieder auf deutsche Ruhe zurück. Wo keiner etwas sagt, haben alle Angst und die Folter und die bestehenden Machtungleichgewichte können schön so beibehalten werden. Ohne Meinungen verhinderst du also die Zeit, könnte man sagen.

Wir altern also ohne alt zu werden. Und unserer Töchter/Söhne und Enkel treffen die Entscheidungen, welches Haus gekauft wird, welche Mieter genommen wird, wer eingestellt wird usw. – sie sind ja gleichaltrig und verfügen über die gleiche Erfahrung. So kann man auch einen Jugendwahn motivieren oder die Jugend für grüne Klimaziele aufmarschieren lassen.

(Ich frage mich, warum sich kein Kantianer mit Bidens Rede beschäftigte, wo Kant doch so viel Wert auf den Begriff der Einheit (bzw. auf den Begriff der unity in der englischen Übersetzung) legt.)

2 Kommentare zu „Warum werden Menschen mittels Folter auf Erwerbsarbeit getrimmt?

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