What is the generation of people doing in Russia today who saw The Prodigy live on September 27th, 1997 on Red Square in Moscow and danced to it? – For the peace. Against the war!

Was macht heute eigentlich die Generation von Leuten in Russland, die am 27.09.1997 auf dem Roten Platz in Moskau The Prodigy live miterlebten und dazu tanzten? – Für den Frieden. Gegen den Krieg!

8 Kommentare zu „What is the generation of people doing in Russia today who saw The Prodigy live on September 27th, 1997 on Red Square in Moscow and danced to it? – For the peace. Against the war!

  1. Ein gut gemeinter Rat an Wladimir Putin:
    Nach Immanuel Kant gibt es nur eine Zeit, vgl. Kritik der reinen Vernunft, B 226 (erste Analogie): „Wollte man der Zeit selbst eine Folge nach einander beilegen, so müsste man noch eine andere Zeit denken, in welcher diese Folge möglich wäre [usw., CPB].“
    Die Zeit ist also immer eins.
    Wenn man sich die Zeit als Bedingungsgefüge vorstellt und im Hinterkopf das Problem eines Regress der Bedingungen hat, der blind das Gegebene oder Vorgefundene auf immer neue Bedingungen bezieht, dann lässt sich sagen, dass die Zeit immer schon, ihren Bedingungen nach, vollständig vorliegt.
    Der Regress der Bedingungen würde jeglichen Abschluss der Bedingungen (=der Teile der Zeit) und damit die Eins/die (Maß-)Einheit der Zeit (=der Umstand, dass es sich um eine Zeit handelt) verhindern.
    Wenn es also nur eine Zeit gibt und sie immer schon eins ist, dann liegt sie, in Bezug auf ihre Bedingungen, immer schon vollständig vor.

    Dann heißt dies aber auch, dass man sich nur die Zeit nehmen braucht.
    Es gibt dann kein Hinterherlaufen mehr hinter der Zeit.
    Da die Zeit sämtliche Dinge und Vorgänge umfasst, bedeutet das auch, dass nicht mehr die Dinge einem die Zeit vordiktieren, sondern dass man den Dingen/bestimmten Dingen eine bestimmte Menge an Zeit schenkt oder sie ihnen gibt.

    Man kann also durchaus sehr viele verschiedene Meinungen hören und immer noch genügend Zeit haben.
    Selbst wenn keine schnelle Entscheidung getroffen wird oder keine Entscheidung in Sicht ist in Bezug auf eine Frage, ist ja immer noch bis zum St. Nimmerleinstag genug Zeit dafür, also für eine Entscheidung, weil die Zeit ja schon vollständig vorliegt, uns also als Ganzes immer schon zu Füßen liegt (und damit eben nicht mehr die Dinge oder die Sachfragen unsere (Menge an) Zeit (für sie) bestimmen bzw. weil wir den Dingen/Sachfragen nicht mehr hinterher laufen müssen).
    Für Deliberative Politik und Meinungsvielfalt.

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  2. Wie kannst du jemandem oder einer Gruppe glauben, der/die in Bezug auf andere Menschen alles kontrollieren möchte(n) und die Deutungshoheit beansprucht/-en und im selben Atemzug die Meinungsfreiheit und Meinungsvielfalt abschafft(-en)?
    Ein guter Gradmesser für wahrheitsorientierte Menschen.

    (Wir sind keine Götter. Sondern fehlbar.)

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  3. Zu meinem Kommentar am 13.04.2022 um 08:09 Uhr:
    „Goodbye Stranger“ von Supertramp:
    „…
    Now I believe in what you say
    Is the undisputed truth
    …“

    (Gilt das auch für Russland und China?)

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  4. Es wäre doch toll, wenn noch einmal so ein Event stattfinden würde wie um den 27.09.1997 herum mit freiem Eintritt (war ja auch ein Snowboard-Event).
    Ganz einfach auch, um der in meinen Augen xenophoben Politik und Gesetzgebung etwas entgegenzusetzen und die Leute daran zu erinnern, wie geil ein Staats- und Ost-West-Grenzen überwindender Austausch sein kann, aber auch um vielleicht (endlich) mal wieder ein Gefühl der Gleichheit unter den Leuten herzustellen (ohne Unter- oder Überordnung).

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  5. Ich habe kürzlich einen Artikel im Netz gesehen, der sich mit Russlands Rolle im UN-Sicherheitsrat befasst und den Titel „Radikale Schuldumkehr“ trug.
    Das ist ein intellektualistischer Zugang, jedenfalls bezogen auf den Titel „Radikale Schuldumkehr“.

    Die Frage ist, ob solch ein intellektualistischer Zugang in Bezug auf die angesprochenen Phänomene angemessen oder adäquat ist.
    Nimm zum Beispiel den Außenminister Russlands, Herrn Lawrow, und seine Rede vor der Presse kurz vor Ausbruch des Krieges, als es darum ging, dass Russland seine Truppen an der Grenze gesammelt hatte und von seiten verschiedener Regierungen Druck auf Russland ausgeübt wurde, sich dafür zu rechtfertigen.
    Ganz im Stile Chinas meinte Herr Lawrow, dass sämtliche Maßnahmen innerhalb seines Landes Sache Russlands und seiner Regierung seien und dass das die territoriale Integrität Russlands betreffe. Wenn man, wie verschiedene Regierungen es zu diesem Zeitpunkt taten, Russland in Bezug auf die innerterritorialen Truppenbewegungen kritisiere, zeuge dies, so Lawrow in der Übersetzung des leider mittlerweile in Russland verbotenen Senders Euronews, von einem Erziehungsdefizit derjenigen, die diese Kritik übten.
    Führe dir das mal vor Augen: Ein russischer Außenminister wirft einem Bundeskanzler Scholz und einer Außenministerin Baerbock ein Erziehungsdefizit vor.
    Unser Bundeskanzler und unsere Außenministerin seien unzureichend erzogen worden seien, weil sie Kritik an Russlands Militärpolitik üben.
    Da fragt man sich schon, ob das noch politisch professionell ist oder was das überhaupt soll. Schließlich macht Herr Lawrow dem Elternhaus von Bundeskanzler Scholz und Außenministerin Baerbock einen moralischen Vorwurf, nämlich dass sie ihre Kinder unzureichend erzogen hätten, weil, so könnte man Herrn Lawrow weiter rekonstruieren, sich der deutsche Bundeskanzler und die deutsche Außenministerin kritisch zu den Truppenbewegungen innerhalb Russlands äußern.
    Solch ein Verhalten, nämlich die Moralkeule zu schwingen und Moral über Recht zu stellen, kenne ich eigentlich nur von Ungebildeten. Es sind Leute, die ihre eigenen Moralvorstellungen als für jedermann/jedefrau gültig erklären.
    Dabei regelt doch das Recht die Vereinbarkeit verschiedener Moralvorstellungen in einem Gemeinwesen (und ohne Verschiedenheit wären wir nur funktionierende Automaten).
    Aber mitunter kennen solche Leute den Unterschied von Moral und Recht gar nicht oder sehen darin keinen Unterschied (vgl. die Scharia).

    Wenn du solch ein Verhalten eines russischen Außenministers nimmst und wenn dazu Präsident Putin nimmst und wie er sich medial gebärdet (und sich verhalten hat, auch gegenüber der früheren deutschen Bundeskanzlerin Merkel, von der bekannt war, dass sie Angst vor Hunden hat und Herr Putin Frau Merkel dennoch bei einem Staatsbesuch mit einem Schäferhund empfing):
    Das sind einfach Leute, die nicht auf dem intellektuellen Niveau stehen wie die Journalisten, die den Artikel mit der Überschrift „Radikale Schuldumkehr“ belegen (wo mitunter gleich an ein intellektuell abgefahrenes poststrukturalistisches Konzept gedacht wird).
    Und vielleicht stehen solche Leute eben auch nicht auf dem intellektuellen Niveau wie z. B. deutsche Politiker (Herr Putin trägt, meine ich, gegenüber Frau Merkel keinen Doktortitel).

    Ein intellektueller Zugang zu Ungebildeten ist inadäquat.

    Solche Leute kennen keine Allgemeinheit, keine Weltoffenheit, keinen Kosmopolitismus, siehe die Unterstützung des russischen Parlaments für rechtsradikale AfD-Mitglieder oder die xenophobe Gesetzgebung beim Impfen in Russland.

    Evtl. ist das dasselbe, wie mit Arbeitslosen hierzulande.
    Viele fühlen sich einfach als Verlierer.
    (Guck Dir einmal Herrn Putins Zähne, sein Gebiss an und frag Dich, warum er in den Medien kaum seine Zähne zeigt und kaum lacht bzw. warum es in den Medien kaum Bilder von Herrn Putin gibt, auf dem seine Zähne ersichtlich sind oder die sein Lachen zeigen.
    Und dann guck dir dagegen mal das Schloss an, in dem er residiert bzw. regiert.
    Das ist doch ein Missverhältnis (fühlt sich Herr Putin selbst als Verlierer?)).

    Das ist wie in Niedersachsen: nach außen Festhalten am Klassischen, nach innen irgendwie über die Runden kommen.
    Die Stadt Berlin dagegen sagt von sich selbst, dass sie arm ist, ja, aber eben sexy, wie es in dem Slogan heißt.
    Ich finde auch, dass man seine Armut nicht unbedingt verstecken muss.
    (Hier in Hannover laufen teilweise die Penner besser gekleidet herum als ich (was sagt das über die Stadt und das soziale Klima?, das Klima der schlimmen rechtsgerichteten Arbeitsideologie mit dem Primat der Gemeinschaft und einer am materiellen Besitz ausgerichteten Gesellschaft und einer Dummheits-Öffentlichkeitspolitik, die in Sauberkeit und Reinlichkeit, sic!, öffentlicher Plätze und Straßen ihre Ideale sieht))

    Was wäre eine gute Erinnerung für solche Leute?
    – dass sie auch dazugehören? (zur Weltgemeinschaft?)
    – dass sie mehr am Wohlstand teilhaben? (evtl. finanziert Präsident Putin durch den Krieg Russlands Sozialausgaben (sieht er keine andere Möglichkeit der Finanzierung oder des Wachstums mehr?))
    – eine Erinnerung daran, dass sie ein kulturelles Selbstverständnis haben und überhaupt ein Selbstverständnis (wie mir scheint, weiß Russland einfach nichts mit sich anzufangen)
    – eine Erinnerung an eine andere Organisation/eine Erinnerung daran, dass eine andere Welt möglich ist oder: dass nicht die Wirklichkeit der Maßstab ist
    ?

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  6. Zum vorigen Kommentar:
    Dies erinnert mich an Nietzsche und das ÜBER-etwas-schreiben.

    Vielleicht werden es zuletzt die Poeten, die Dichter und Literaten sein – und gerade nicht die Philosophen! -, die unsere Identität bestimmen. Weil sie eben Sprache und Erfahrungen festlegen und (vermeintlich?) ÜBER etwas schreiben.

    Worüber schreiben eigentlich PhilosophInnen?
    Gibt es da überhaupt einen Gegenstand?, der auch außerhalb der Philosophie da wäre. Die sog. großen und größeren Philosophien haben ja im Grunde die Philosophie immer aufgehoben.

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  7. Zu meinem Kommentar am 29.04.2022 um 01:18 Uhr:

    „Was wäre eine gute Erinnerung für solche Leute?
    – dass sie auch dazugehören? (zur Weltgemeinschaft?)“

    Wie wäre es denn mal mit Russisch lernen?

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